Bakterielle Vaginose

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Ratgeber Bakterielle Vaginose

Die Bakterielle Vaginose

Die bakterielle Vaginose ist eine Erkrankung der Vaginalschleimhaut und wird durch den Erreger:
Gardnerella vaginalis verursacht. Aufgrund der nahezu identischen Symptome wird die bakterielle Vaginose jedoch oftmals mit einer Scheidenpilz-Infektion verwechselt. Sollten Sie den Verdacht haben, an einer Scheidenpilz-Infektion zu leiden, wenden Sie sich bitte stets an unsere erfahrenen Gynäkologen, um eine bakterielle Vaginose ausschließen zu können.

Symptome einer bakteriellen Vaginose

In etwa 50 – 70 % aller Fälle verläuft die Erkrankung einer bakteriellen Vaginose beschwerdefrei. Vermehrter, dünnflüssiger Ausfluss wird jedoch bei über 90% aller Betroffenen als auffällig wahrgenommen. Besonders typisch ist zudem ein unangenehmer, fischiger Geruch des Ausflusses.

Seltener zeigt sich eine Vaginose zusätzlich auch durch folgende Symptome:

  • Rötungen und Schwellungen, sowie Juckreiz und Hautreizungen im Intimbereich
  • Schmerzen beim Wasserlassen und/oder während des Geschlechtsverkehrs

Wie viele Frauen leiden an einer bakteriellen Vaginose?

Im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung wird etwa bei 5-10 % aller Frauen eine bakterielle Vaginose diagnostiziert. Bei ca. 20% der Patientinnen heilt diese wieder selbstständig aus. Frauen, die sich aufgrund einer sexuell übertragbaren Krankheit in medizinischer Behandlung befinden, weisen in 30% der Fälle eine bakterielle Vaginose auf.

Infektion während der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft lässt sich bei 10-20 % der Schwangeren eine Vaginose feststellen. Im Falle einer Schwangerschaft bringt die Erkrankung jedoch ein weitaus größeres, gesundheitliches Risiko mit sich, da sie – unbehandelt – z.T. ernste Komplikationen wie etwa vorzeitige Wehen oder einen Blasensprung hervorrufen kann, indem die Keime den Gebärmutterhals hinaufsteigen. Im schlimmsten Fall kann dies zu einer Frühgeburt führen.

Wie lässt sich eine bakterielle Vaginose behandeln?

Die Behandlung einer Vaginose erfolgt durch die Einnahme von Antibiotikapräparaten. Am häufigsten finden die Wirkstoffe Clindamycin und Metronidazol in Form von Creme, Tabletten oder Vaginalzäpfchen Anwendung. Je nach Ausprägung der Infektion kann die Behandlung bis zu 1 Woche dauern. Auch, wenn sich eine bakterielle Vaginose zunächst gut behandeln lässt, erleben mehr als 70 % aller Erkrankten jedoch ein erneutes Auftreten der Infektion im Laufe der nächsten Monate. Sollten Sie häufig unter einer bakteriellen Vaginose leiden, ist eine vorbeugende Behandlung ratsam.

Lässt sich gegen eine bakterielle Vaginose vorbeugen?  Safer Sex !

  • Die bakterielle Vaginose zählt medizinisch nicht zu den sexuell übertragbaren Krankheiten. Da sie jedoch trotzdem ansteckend ist, sollten Sie ungeschützten Geschlechtsverkehr, sofern Sie sich in keiner festen Partnerschaft befinden oder häufig Ihren Sexualpartner wechseln, daher unbedingt vermeiden. Somit lässt sich das Risiko einer möglichen Ansteckung deutlich senken. Seltener ist jedoch eine Infektion auch ohne Geschlechtsverkehr möglich. Ebenso hat sich gezeigt, dass ein intaktes Scheidenmilieu die beste Prävention darstellt. Positive Eigenschaften werden auch verschiedenen Milchsäure-Präparaten zugeschrieben. Sie stabilisieren den Säureschutzmantel im Intimbereich.

Beachten Sie folgende Ratschläge zur Intimpflege:

  • Waschen Sie Ihren Intimbereich nur 1 x täglich mit Wasser und einem milden, pH-neutralen Reinigungszusatz, trocknen Sie den Bereich anschließend gut ab (z.B. nach dem Geschlechtsverkehr ist eine zusätzliche Reinigung jedoch in Ordnung).
  • Verwenden Sie keine Cremes oder Lotionen mit Parfum und Duftzusätzen, sie können die empfindliche Haut reizen und austrocknen.
  • Verzichten Sie möglichst auf Deodorant-Tücher und ähnliche Produkte, auch wenn sie speziell für diesen Bereich entwickelt wurden – Konservierungsstoffe und weitere Zusätze können das Scheidenmilieu stören und somit eine Infektion begünstigen.
  • Tragen Sie Unterwäsche aus Baumwolle oder ähnlichen, atmungsaktiven Materialien, um der Bildung von Feuchtigkeit in diesem Bereich vorzubeugen. Feuchtigkeit bietet Bakterien und Pilzen einen idealen Nährboden.

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Dr. Schmidt-Pich & Kollegen MVZ GmbH