Ductal carcinoma in situ

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Ratgeber Ductal carcinoma in situ

Ductal carcinoma in situ (DCIS) – Alles Wissenswerte im Überblick

Ein ductal carcinoma in situ, auch duktales Karzinom in situ, ist eine Erkrankung der weiblichen Brustdrüsen und gilt als Vorstufe zu Krebs. Der folgende Artikel definiert ductal carcinoma in situ, erklärt die Diagnostik und zeigt Symptome sowie Behandlungsmöglichkeiten auf.

Ductal carcinoma in situ: Eine Vorstufe zur Krebserkrankung

Bei einem ductal carcinoma in situ, abgekürzt als DCIS, zeigen sich in den Milchgängen der weiblichen Brust veränderte Zellen. Die Bezeichnung „in situ“ bedeutet dabei so viel wie „am Ort“, da diese veränderten Zellen kein umliegendes Gewebe angreifen. Im Vergleich zu einer Krebserkrankung werden bei einem DCIS keine Tochterzellen gestreut. Dadurch sind die Heilungschancen von einem DCIS zwar hoch, jedoch steigt auch das Risiko, dass sich aus diesen veränderten Zellen Brustkrebs entwickelt. Das Risiko, dass sich aus einem ductal carcinoma in situ Brustkrebs entwickelt, gilt als zehnfach so hoch wie es bei einer Brust ohne Vorerkrankung der Fall ist. Ein ductal carcinoma in situ kann sich unterschiedlich zeigen. So befällt ein DCIS in einigen Fällen nur einen Teil der Milchdrüsen, lässt einen weiteren Teil der Milchgänge aus und zeigt sich an späterer Stelle erneut.

So wird die Erkrankung diagnostiziert

In den meisten Fällen wird ein DCIS im Rahmen einer Mammografie diagnostiziert. Eher selten wird es bei einer ärztlichen Untersuchung oder von Patientinnen selbst durch Tasten entdeckt. Hauptsächlich liegt das daran, dass die Erkrankung sich nur selten durch Knoten in der Brust äußert, sondern in einem Großteil der Fälle durch Mikrokalkablagerungen, die weder tastbar noch optisch erkennbar sind. Eine sichere Diagnose ist deswegen nur mithilfe technischer Geräte möglich.

Symptome eines ductal carcinoma in situ

Häufig zeigt ein ductal carcinoma in situ keine Symptome. Die meisten Betroffenen werden erst im Rahmen der Brustkrebsvorsorge bei einer Mammografie auf ihre Erkrankung aufmerksam. Einige wenige Patientinnen verspüren jedoch Schmerzen in der Brust oder nehmen beim Abtasten der Brust Veränderungen wahr.

Behandlungsmöglichkeiten und Heilungschancen

Ein ductal carcinoma in situ wird operativ behandelt, indem das befallene Gewebe entfernt wird. Die Lymphknoten müssen dabei nicht entfernt werden und eine Erhaltung der Brust in vielen Fällen möglich. Ausschließlich bei einer ungünstigen Lage, großflächiger Ausbreitung oder einem unangemessenen Verhältnis zwischen Karzinom- und Brustgröße wird eine Mastektomie, die Entfernung der Brust, in Erwägung gezogen. Welches Verfahren schlussendlich konkret zum Einsatz kommt, hängt unter anderem vom Alter der Patientin sowie deren Gewebeeigenschaften ab und wird im Vorfeld ausführlich besprochen. Nach der Operation gilt die Patientin als geheilt, wobei eine Heilung nahezu immer möglich ist. Im Zuge der Brustkrebsvorsorge werden ehemalige DCIS-Patientinnen zu engmaschigen Untersuchungen angehalten.

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Dr. Schmidt-Pich & Kollegen MVZ GmbH